Temperatursensoren
Grundsätzlich handelt es sich bei einem sogenannten Temperatursensor um ein elektrisches oder auch elektronisches Bauteil, welches ein elektrisches Signal hinsichtlich der Temperatur liefert. Hierbei wird nicht ausschließlich der Begriff "Temperatursensor" verwendet, auch die Begrifflichkeiten Temperaturfühler, Wärmefühler oder auch Wärmesensor kommen vereinzelt zum sprachlichen Einsatz.
Generell können je nach Veränderung des Widerstands grundsätzlich zwei verschiedene Bauteile voneinander unterschieden werden: die Heißleiter (NTC) und die Kaltleiter (PTC). Dementsprechend verringern die Halbleiter ihren Widerstand bei einer Temperaturerhöhung, während Kaltleiter ihren Widerstand erhöhen.
Ein verbreitetes Beispiel für einen entsprechenden Kaltleiter stellen die Platin-Messwiderstände dar, die einen nahezu temperaturlinearen Widerstandsverlauf aufweisen. Generell können diese je nach ihrer Ausführung und entsprechenden Variante in einem Temperaturbereich von -200 bis +850 °C eingesetzt werden.
Funktionsweise der Temperatursensoren
Ein Temperatursensor erfasst und überwacht die konkrete Oberflächen oder auch Umgebungstemperatur hinsichtlich unterschiedlichster Materialien, Gase, Flüssigkeiten und in der Umgebung. Hierbei misst der Sensor die konkreten Werte und wandelt diese in entsprechende Daten um. Anschließend können diese Daten von einem Messgerät oder einem Computer interpretiert werden.
Einsatzgebiete eines Temperatursensors
Temperatursensoren können sehr vielseitig eingesetzt werden, sodass sie unter anderem in Temperaturfühlern, Thermoelementen, Pyrometern, Wärmebildkameras oder auch Temperaturschaltern eingesetzt werden.
Unterschiede zwischen digitalen und analogen Temperatursensoren
Temperatursensoren wie Thermoelementen, Widerstandsthermometern (PTCs, NTCs) etc. liefern uns ein Ausgangssignal, welches sich stetig mit der Temperatur verändert. Dieses entsprechende Ausgangssignal nennen wir analoges Ausgangssignal. Darüber hinaus sprechen wir von einem sogenannten analogen Ausgangssignal, wenn man einen Messumformer verwendet, der das Signal auf 0...10 V oder 4...20 mA normiert.
Ein digitaler Temperatursensor hingegen bezeichnet einen Messfühler mit integriertem Analog-Digital-Wandler (AD-Wandler). Dementsprechend wird das analoge Signal direkt in ein digitales Signal umgewandelt. Während demnach analoge Sensoren an der Messstelle lediglich das entsprechende Messelement vorweisen können, ist bei digitalen Temperatursensoren zusätzlich noch die entsprechende Elektronik integriert. Auf diese Weise kann die direkte Signalumwandlung gewährleistet werden.
Sortiment der Temperatursensoren bei B+B
Im Hause B+B werden unter anderem digitale Temperatursensoren, Platin-Temperatursensoren, NTC Temperatursensoren, drahtgewickelte Temperatursensoren in Form einer Glas- oder auch Keramik-Drahtwicklung, Oberflächen-Temperatursensoren und der digitale Feuchte-/Temperatursensor (der sowohl die Messgröße Feuchte als auch Temperatur integriert) aufgeführt.
Digitale Sensoren geben Daten direkt in einem Format aus, das von Mikrocontrollern, Computern oder anderen digitalen Systemen verarbeitet werden kann (z. B. über I²C, SPI oder One-Wire).
Ja Datenblätter für alle Sensoren sind bei uns online verfügbar.
NTC-Temperatursensoren (Negative Temperature Coefficient) sind Widerstände, deren elektrischer Widerstand mit steigender Temperatur stark abnimmt. Sie bestehen meist aus Halbleitermaterialien wie Metalloxiden, sind weit verbreitet und preiswert. Typische NTCs haben z. B. 10 kΩ bei 25 °C, werden durch den B-Wert (Kennzahl für die Steilheit der Kennlinie) beschrieben. Ein Nachteil ist die eingeschränkte Austauschbarkeit, bei der Auswahl muss nicht nur der Nennwiderstand sondern auch der B-Wert beachtet werden.
Wir bieten digitale Temperatursensoren, Glas- oder Keramik-Drahtgewickelten sowie Dünnschicht Platin-Temperatursensoren, diverse NTC Sensoren sowie spezial Sensoren zum Beispiel zur Messung der Oberflächentemperatur oder kombinierte digitale Temperatur- und Feuchtesensoren.
Digitale Temperatursensoren ermöglichen in Industrie 4.0, Medizintechnik, Smart Home und Umweltmonitoring präzise Echtzeitmessungen, automatisierte Steuerungen und zuverlässige Warnsysteme – für mehr Effizienz, Sicherheit und Komfort.
